Antisemitismusprävention durch ethisch-politische Bildung

Ort: Messe Augsburg, Raum 8 (TC-1.13), Am Messezentrum 5, 86159 Augsburg
Datum: 23. Juni 2025
Beginn: 17:00 Uhr

Wie kann der Schutz jüdischen Lebens und Demokratie gewährleistet werden? In ihrem Vortrag stellen Jana-Andrea Frommer (Thüringer Fachhochschule für öffentliche Verwaltung) und Dr. Sarah Jadwiga Jahn (Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung NRW) den Sammelband „Antisemitismusprävention durch ethisch-politische Bildung der Polizei. Perspektiven von Polizei, Zivilgesellschaft und Wissenschaft auf den Schutz jüdischen Lebens und Demokratie“ (Springer 2024) auf dem Deutschen Präventionstag 2025 vor. Ziel des Sammelbandes ist die Sensibilisierung für eine ethisch-politische Bildung in der Polizei über Antisemitismus unter Einbeziehung der Perspektiven von Polizei, Zivilgesellschaft und Wissenschaft auf den Schutz jüdischen Lebens und Demokratie. Hierfür werden praxisorientierte Möglichkeiten der Vermittlung aufgezeigt und Herausforderungen benannt. Vor allem geht es um die Frage, wie eine nachhaltige Vermittlungsarbeit aussehen kann, die gezielt eine Auseinandersetzung mit ethischen Fragen und lebensweltlichen Perspektiven Lehrender und Lernender einbezieht. Ausgangspunkt hierfür ist die Ambiguitätstoleranz als notwendige zentrale Fähigkeit der Lehrperson, Grundlage der Konzeption und Vermittlung in der Bildungsarbeit sowie als Kompetenzziel in der polizeilichen Bildung. Eine Möglichkeit zur Förderung dieser Kompetenz sowie zur Ausbildung der Fähigkeit demokratisch ausgerichteter Urteils- und Entscheidungsfindung besteht im Aufbau eines professionellen Verständnisses von Empathie.