Testentwicklung und Large-Scale-Assessment

Teilprojekt Universität Tübingen

Institution: Hector-Institut für Empirische Bildungsforschung, Eberhard Karls Universität Tübingen
Projektleitung: Prof. Dr. Ulrich Trautwein
Beteiligte: Dr. Lisa Zachrich; Katharina Netzer, M.Sc.; Nadine Roch

Um Kenntnisse über Wissensbestände, Kompetenzen und Einstellungen von angehenden Polizist/-innen und Lehrkräften zu erhalten, braucht es ein standardisiertes Erhebungsinstrument, welches den psychometrischen Gütekriterien der Objektivität, Reliabilität und Validität entspricht. 

Es existieren bereits Studien mit dem Anspruch, antisemitische Einstellungen und Wissen über Antisemitismus und jüdisches Leben zu erfassen (z. B. Mitte-Studien, Leipziger Autoritarismus-Studie, ALBUS). Im EMPATHIA³-Teilprojekt Testentwicklung und Large-Scale-Assessment werden wir die bestehenden Messinstrumente zu Einstellungen zu Antisemitismus, Wissen über jüdisches Leben und die Erscheinungsformen von Antisemitismus und Kompetenzen im Umgang mit Antisemitismus sichten und daran anknüpfend in Fokusgruppen mit allen Kooperationspartnern des Projekts neue Items generieren. Hierzu greifen wir sowohl auf bestehende Messinstrumente zurück, als auch auf empirische Arbeiten unserer Projektgruppe, um die Vielschichtigkeit der Phänomene abbilden zu können.

Der standardisierte Fragebogen wird pilotiert und validiert, ehe er in einer repräsentativen Umfrage unter zukünftigen Lehrkräften und Polizist/-innen im Bundesland NRW zum Einsatz kommt. 

Als Bildungsforscher/-innen treiben uns zudem Fragen um, die über die Frage nach einer standardisierten Erfassung hinausgehen. Zum Beispiel interessiert uns, wie das Wissen über Antisemitismus und jüdischem Leben und die Kompetenz gegen Antisemitismus zu argumentieren mit dem professionellen Selbstverständnis von Lehrkräften zusammenhängt oder auch welchen Einfluss beispielweise die Ambiguitätstoleranz auf antisemitische Einstellungen hat. Für die Beantwortung dieser und weiterer Fragen werden wir die entsprechenden Merkmale der Studienteilnehmer/-innen erheben.

Team

Prof. Dr. Ulrich Trautwein ist Professor für Empirische Bildungsforschung am Hector-Institut für Empirische Bildungsforschung an der Universität Tübingen. Seine Forschungsschwerpunkte liegen u.a. im Bereich des historischen Lernens, der Forschung zur Educational Effectiveness, der Unterrichtsqualität und des digitalen Lernens.

Dr. Lisa Zachrich ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Hector-Institut für Empirische Bildungsforschung im Verbundprojekt EMPATHIA³ an der Universität Tübingen. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen Lernerfahrungen von Schülerinnen und Schüler bei der Begegnung mit mündlichen Überlieferungen sowie Themen rund um Unterrichtsqualität und professionelle Kompetenzen von Lehrkräften.

Katharina Netzer, M.Sc., ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Hector-Institut für Empirische Bildungsforschung im Verbundprojekt EMPATHIA³ an der Universität Tübingen. 

Nadine Roch ist studentische Hilfskraft am Hector-Institut für Empirische Bildungsforschung im Verbundprojekt EMPATHIA³ an der Universität Tübingen.

Forschungsinstitutionen