
Institution: Zentrum für Prävention und Intervention im Kinder- und Jugendalter, Universität Bielefeld
Projektleitung: Dr. Marc Grimm
Beteiligte: Jakob Baier; Pauline Heuwinkel
Das Teilprojekt umfasst die Ausarbeitung eines fachwissenschaftlichen Beitrages zur Entwicklung, Implementierung und Evaluierung eines Kursprogrammes für angehende Lehrer/-innen und Polizist/-innen zur Antisemitismusprävention. Als Basis für die Vermittlung dient das Kerncurriculum zur Antisemitismusprävention und -repression (KAP). Das KAP liefert Informationen über unterschiedlichen Erscheinungsformen von Antisemitismus und über die Ausprägung akuter Antisemitismen – insbesondere in jugendkulturellen Milieus – und fungiert als Wissensgrundlage für die vier Bildungsmodule der Intervention.
Zudem werden mit einer qualitativen Erhebung Wissensbestände von Polizist/-innen zu den Themenbereichen Antisemitismus und Judentum identifiziert, die es erlauben das KAP auf die identifizierten Bedarfe der Zielgruppe abzustimmen und die Kompetenzen der Polizist/-innen im Erkennen und Benennen von Antisemitismus zu stärken.
Team

Dr. Marc Grimm ist Projektleiter des EMPATHIA³-Teilprojekts am Zentrum für Prävention und Intervention im Kindes- und Jugendalter der Universität Bielefeld und vertritt die Professur für die Didaktik der Sozialwissenschaften an der Universität Wuppertal. Seine Forschungsschwerpunkten umfassen Bildung gegen Antisemitismus, Sozialisation und Krise, Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus. Außerdem ist er Mitherausgeber der Reihe „Antisemitismus und Bildung“ im Wochenschau Verlag.

Jakob Baier ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im EMPATHIA³-Teilprojekt am Zentrum für Prävention und Intervention im Kindes- und Jugendalter der Universität Bielefeld. Er forscht zu Antisemitismus der Gegenwart mit einem Schwerpunkt auf Antisemitismus in der Kulturproduktion, Verschwörungsideologien in modernen Medien und Autoritarismusforschung.

Juri Kreuz ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im EMPATHIA³-Teilprojekt am Zentrum für Prävention und Intervention im Kindes- und Jugendalter der Universität Bielefeld. Seine Forschungsinteressen umfassen die theoretische Auseinandersetzung mit Antiziganismus sowie die kritische politische Bildung. In seiner Masterarbeit untersucht er epistemische Dilemmata im wissenschaftlichen und politischen Diskurs über Antiziganismus

Rania Kerk M.A. hat Sozialwissenschaften und Philosophie studiert und ihr Studium mit der Masterarbeit „Die Idee des Juden“- zwischen Projektion und Erfahrung. Eine Untersuchung der Antisemitismuskritik Jean-Paul Sartres und Hannah Arendts“ abgeschlossen. Derzeit arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin für das EMPATHIA³-Teilprojekt in Bielefeld. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die kritische Theorie des Antisemitismus sowie insbesondere der islamische Antisemitismus in Vergangenheit und Gegenwart. Zudem ist sie in der antisemitismuskritischen Bildungsarbeit tätig.

Dr. Marc Hermann-Cohen ist Gymnasiallehrer mit den Fächern Englisch, Sozialwissenschaften, Geschichte und Psychologie. Er leitet derzeit die Abteilung für deutsche Beziehungen am Leobaeck Zentrum in Israel mit einem Schwerpunkt auf jüdisch-arabischer Zusammenarbeit und Vielfaltsprogrammen. Seine Expertise erstreckt sich auf investigativen Journalismus sowie die Analyse von sozialen Medien, dem (Deep) Web und dem Darknet. Er veröffentlichte eine Joint-Dissertation (Uni Hamburg & Uni Haifa) über die Tabuisierung des Holocausts im Deutsch als Fremdsprache-Unterricht. Als Gastforscher an der Reichman-Universität untersuchte er in seiner neuesten Veröffentlichung den Antisemitismus auf „Gab“, einer Randgruppen-Plattform für soziale Medien. Als Postdoc im EMPATHIA³-Teilprojekt untersucht er den Antisemitismus in Integrationskursen/DAF Unterricht – besonders seit dem 7. Okt.

Pauline Heuwinkel ist studentische Hilfskraft im EMPATHIA³-Teilprojekt am Zentrum für Prävention und Intervention im Kindes- und Jugendalter der Universität Bielefeld.




